HID - Ideen in Holz

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Steinerne Festplatte für die Albertina.

Binärcodes sind die unsichtbaren Träger der heutigen Kultur des Menschen. Der Künstler Robert Gommlich hat sie sichtbar gemacht. In wochenlanger Kleinarbeit hat der in Dresden lebende Künstler 2048 Nullen und Einsen in Stein eingearbeitet. Die 1,5 Tonnen schwere Sandsteinplatte wird so zum dauerhaften Träger des flüchtigen Computercodes. Hält sich das Gespeicherte auf einer magnetischen Festplatte des Computers gerade mal einige Jahrzehnte, behält der Stein die Informationen mehrere Jahrtausende.

„Petroglyphe“ – der Titel des Werkes – verweist dann auch auf diesen langen Speicherzeitraum. Petroglyphen nennen sich jene mehrere 10000 Jahre alten Felsgravuren welche weltweit zu finden sind und zu den ältesten sichtbaren Spuren des Menschen zählen.

Das Kunstwerk ist Gommlichs Diplomarbeit an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig und ist bis 30.09.2010 an der Grassisstraße, seitlich der Leipziger Universitätsbibliothek Albertina, zu sehen.

In Anlehnung zur nahen Bibliothek wird die Steinplatte wie ein Schreibpult präsentiert. Eine sinnhaltige Entzifferung des eingearbeiteten Codes ist für den Betrachter jedoch nicht möglich. Dargestellt wird die vollständige Abhandlung des 8-Bit Codes, welcher als Speichereinheit Byte Computergeschichte geschrieben hat. Aus diesen Bytes formt sich mit dem Internet ein Großteil unserer heutigen Kultur.


Kontakt:

Robert Gommlich
0177 4628483
robertgommlich@web.de
robertgommlich.net



Sponsoren:

-Holzindustrie Dresden GmbH
-Lars Gebler / Straßen- und Tiefbau
-Kröning Ulbrich Schröter / Baustatik und Tragwerksplanung
-Sven Schubert / Steinmetz- und Steinbildhauermeister